Kostenfallen im Internet
FAQ - Die häufigsten Fragen rund um die Kostenfallen im Internet
Bin ich in eine Kostenfalle geraten?
Eine
Kostenfalle ist in der Regel ein
Dienstleistungsangebot im Internet, welches
seine Kostenpflichtigkeit verschleiert. Dem
Nutzer wird ein Abonnement aufgedrängt,
obwohl er lediglich eine kostenfreie
Information haben oder eine kostenfreie
Software laden wollte. Von einem Abonnement
spricht man, weil es sich um einen lange
laufenden Vertrag handelt (von mehreren
Monaten bis zu zwei Jahren). Der Nutzer hat
nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des
Dienstleistungsangebots keine Möglichkeit,
den Vertrag vor Ablauf der
Mindestvertragslaufzeit zu kündigen.
Muss ich die Rechnung bezahlen?
Eine Rechnung
müssen Sie nur dann bezahlen, wenn die
Forderung berechtigt ist. Dies ist dann der
Fall, wenn Sie bewusst einen Vertrag
eingegangen sind und wussten, dass dieser
kostenpflichtig ist und eine
Mindestvertragslaufzeit besitzt. Allerdings
ist die Forderung auch nur dann berechtigt,
wenn Sie ordnungsgemäß über das Ihnen als
Verbraucher zustehende Widerrufsrecht belehrt
wurden und nicht wirksam den Widerruf erklärt
haben.
Was passiert, wenn ich nicht zahle?
Die Firmen
versuchen mit allen legalen und häufig auch
illegalen Mittels Sie zu einer Zahlung zu
bewegen. Dies sind: Rechnungen und Mahnungen
in Papierform und per eMail, Schreiben von
Inkassobüros, Schreiben von Rechtsanwälten,
Drohungen mit Gerichtsverfahren, Drohungen
mit SCHUFA-Einträgen, Drohungen mit
Zwangsvollstreckungen.
Rein theoretisch können die Firmen bis zum Ablauf der Verjährungsfrist der Forderung diese gerichtlich einklagen. Vor Gericht wird dann geprüft, ob die Forderung berechtigt ist.
Rein theoretisch können die Firmen bis zum Ablauf der Verjährungsfrist der Forderung diese gerichtlich einklagen. Vor Gericht wird dann geprüft, ob die Forderung berechtigt ist.
Kann ich alle Rechnungen und Mahnungen ignorieren?
Wenn Sie sicher
sind, dass die Forderung unberechtigt ist,
können Sie die Rechnungen und Mahnungen
ignorieren. Sollten Sie jedoch einen
förmlichen Mahnbescheid vom Mahngericht per
Post zugestellt bekommen, müssen Sie
reagieren, ansonsten verlieren Sie ggf. Ihre
Rechte. Dieser Mahnbescheid kann nicht per
eMail zugestellt werden, sondern nur über die
Post. Gleiches gilt für eine Klage von einem
Gericht. In beiden Fällen laufen Fristen, die
Sie zwingend einhalten müssen.
Was kann ich selbst unternehmen?
Sie können der
Firma schreiben, dass kein kostenpflichtiger
Vertrag abgeschlossen wurde, weil die
Kostenpflichtigkeit nicht hinreichend
deutlich und transparent erkennbar war. Wenn
die beiderseitigen Leistungen (auf der einen
Seite der Preis, der von Ihnen gezahlt werden
soll und auf der anderen Seite die Leistung,
z.B. Download) noch nicht vollständig erfüllt
wurden, können Sie den Widerruf Ihrer
Willenserklärung erklären.
In der Regel werden Schreiben von Verbrauchern jedoch völlig ignoriert und die Belästigungen gehen einfach weiter.
In der Regel werden Schreiben von Verbrauchern jedoch völlig ignoriert und die Belästigungen gehen einfach weiter.
Was ist das für ein Geschäftsmodell der Kostenfallen?
Die Betreiber
der Kostenfallen setzen darauf, dass eine
bestimmte Prozentzahl aller Verbraucher die
Rechnungen bezahlen. Bei der Masse an täglich
erstellten Rechnungen reichen oftmals nur ein
paar Prozent an Personen, die die Rechnung
widerspruchslos zahlen. Aufwendungen haben
die Betreiber nicht. Es braucht lediglich
eine Homepage und ein automatisches
Datenverarbeitungssystem. Die Rechnungen
werden automatisch vom Computer geschrieben,
automatisch ausgedruckt und kuvertiert und
frankiert. Ein Mitarbeiter muss dann nur noch
die Kisten voll mit Rechnungen zur Post
bringen.
Sie sollten bedenken, dass jede bezahlte Rechnung den Betreibern den Kostenfallen hilft, ein paar Monate weiter das Geschäftsmodel zu betreiben. Ohne Geldeingang auf dem Geschäftskonto kann auch kein Betreiber von Kostenfallen auf Dauer überleben.
Sie sollten bedenken, dass jede bezahlte Rechnung den Betreibern den Kostenfallen hilft, ein paar Monate weiter das Geschäftsmodel zu betreiben. Ohne Geldeingang auf dem Geschäftskonto kann auch kein Betreiber von Kostenfallen auf Dauer überleben.
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