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Rechtsanwältin zu Schadensersatz verurteilt

Das SAT1-Verbraucherschutzmagazin „Akte 2010“ berichtet über Privatpersonen, die auf sog. Kostenfallen im Internet hereinfallen.

Urteile gegen Rechtsanwältin

Die akte 20.10-Redaktion berichtet über ein Urteil des AG Schwelm vom 07.10.2010 mit dem Aktenzeichen 24 C 108/10. Dort hatte ein minderjähriger Verbraucher sich auf der Seite genealogie.de angemeldet und den Kostenhinweis nicht gesehen. Nach Zahlungsaufforderung durch eine bekannte Münchener Rechtsanwältin schaltet er zu seiner Verteidigung selbst einen Rechtsanwalt ein. In der Folgezeit wird die Münchener Rechtsanwältin auf Zahlung der vorgerichtlich entstandenen Rechtsanwaltskosten verklagt.

Gericht sagt: „Betrug“:

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass der Betreiber von genealogie.de einen Betrug begehe, weil „die Internet-Seite ersichtlich darauf angelegt ist, Internetbenutzer über die Kostenpflichtigkeit des Angebots zu täuschen.“ Und zum Verhalten der Rechtsanwältin fand das Gericht ebenso klare Worte: „Bei der Geltendmachung solcher Forderungen für Mandanten handelt es sich um die Beihilfe zu einem versuchten Betrug.“

Informieren Sie sich bei Rechtsanwalt Giel, was Sie bei Kostenfallen im Internet beachten müssen.

Aktueller Tipp

Ab jetzt steigen die Chancen auf Ersatz der vorgerichtlichen Anwaltskosten. Der entscheidende Vorteil: Während die Internetanbieter oftmals nach mehreren Monaten Existenz ihre Firma insolvent gehen lassen, ist der Rechtsanwalt meist liquider und hat kein Interessen, seine Kanzlei zu schließen. Ein vollstreckbares Urteil ist demnach in der Zwangsvollstreckung nicht wertlos, sondern kann einfach umgesetzt werden.