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Akte 2010: Gewerbeauskunft-Zentrale

Das SAT1-Verbraucherschutzmagazin „Akte 2010“ berichtet über Firmen, die Post von der „Gewerbeauskunft-Zentrale“ bekamen.

Gewerbeauskunft-Zentrale.de

Viele Firmen bekamen in der letzten Zeit ein Schreiben der „Gewerbeauskunft-Zentrale“. In diesem Schreiben wurden sie aufgefordert, ergänzende Angaben zu ihrer Firma zu machen und das Formular zu unterschreiben. Im Kleingedruckten am rechten Rand ist der Preishinweis versteckt. Als Gegenleistung sollen die Firmen einen Datenbankeintrag erhalten. Die Akte-Redaktion überprüfte die Einträge auf der Internetseite und entdeckte tatsächlich die entsprechenden Firmeneinträge. Allerdings konnte auch nicht ermittelt werden, dass dieses „Branchenbuch“ offensiv beworben wurde und damit für Interessierte besonders interessant sein könnte. Bei einer Probeeingabe von Hotels im 50km Umkreis von Berlin-Mitte wurde lediglich ca. 35 Treffer angezeigt, wohingegen einen identische Abfrage beim offiziellen Telefonbuch über 1.000 Treffer ausgab.

Rechnung über fast 600 Euro

Wenige Tage später schickte die Firma eine Rechnung über einen sog. „Marketingbeitrag monatlich zzgl. USt. zu 39,85 Euro für den Basiseintrag“. Auf der dicht und klein gedruckten Rückseite des Antrages findet sich dann auch die Vertragslaufzeit von 24 Monaten.

Firmensitz ist nur durch ein Schuhgeschäft zu erreichen

Die Akte-Redaktion suchte den Firmensitz der Firma auf und versuchte, die Verantwortlichen zur Rede zu stellen. An der Tür öffnete ein Mitarbeiter, der zugab, dass sich das Geschäftsmodell „am Rande der Legalität“ bewege und er auch nur versuche, Geld zu verdienen.

Informieren Sie sich bei Rechtsanwalt Giel, was Sie bei Angeboten für Branchenbucheinträgen beachten müssen.

Aktueller Tipp

Lesen Sie alles sorgfältig durch, was Ihnen zur Unterzeichnung vorgelegt wird. Informieren Sie sich bei Bekannten und Geschäftspartnern über den Absender des Schreibens.