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10 Mio € Schaden durch Gewinnspiel-Betrug

Das SAT1-Verbraucherschutzmagazin „Akte 2010“ berichtet über Privatpersonen, die auf sog. Gewinnspiel-Eintragservice-Betrug hereinfallen.

Kontaktaufnahme mittels Telefon

Privatleute bekommen Telefonanrufe von Call-Centern. Es wird der Eintrag in Internetgewinnspielen angeboten. Hierfür werde monatlich ein bestimmter Betrag vom Konto abgebucht. In der Hoffnung, einmal bei einem Gewinnspiel der glückliche Gewinner zu sein, wird die Kontonummer angegeben. Es besteht nun der Verdacht, dass die versprochene Dienstleistung, der Eintrag in Gewinnspiele, nicht erbracht wird. Dagegen wird fortlaufend der monatliche Beitrag vom Konto abgebucht.

Abbuchung durch unbekannte Firmen

Ermittler bei der Kripo fanden heraus, dass nach einem Anruf bei einer Person deren Kontodaten offenbar zu anderen Firmen im Gewinnspielbereicht übermittelt wurden und ebenso Abbuchung vom Konto vollzogen wurden. Hierfür lagen jedoch keine eindeutigen Aufträge seitens der Betroffenen vor.

Kripo Köln und Gelsenkirchen ermittelte

Die Kripo ermittelte und offenbarte einen Fall besonders dreisten Ausmasses: In dem Geschäftsbetrieb eines einzelnen Call-Centers in Deutschland wurde allein ein Schaden bei Verbrauchern in Höhe von 10 Mio. € angerichtet.

Die Ermittler vermuten eine zentrale Stelle in Österreich, die viele verschiedene Gewinnspiel-Eintragservices unterhält und zentral die Daten verschiebt. Die Akte 20.10-Redaktion recherchiert zusammen mit österreichischen Kollegen. Das Ausmaß ist unvorstellbar: Ca. 40 Mio. Datensätze sollen gesammelt worden sein. Der Schaden geht in die hunderte Mio. €.

Informieren Sie sich bei Rechtsanwalt Giel, was Sie bei Gewinnspiel-Eintragservice-Betrug beachten müssen.

Aktueller Tipp

Geben Sie nicht leichtfertig Ihre Kontodaten am Telefon preis. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf verdächtige Abbuchungen. Können Sie Abbuchungen von Ihrem Konto nicht nachvollziehen, sprechen Sie Ihre Bank an und klären den Sachverhalt auf. Bestätigt sich, dass hierfür kein Auftrag besteht, können Sie die Lastschriften zurückgehen lassen.